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Mein erster Marathon

der

Universa Marathon 2005

 

So, da stehe ich nun mit der Startnummer 1443 auf der Start und Zielgeraden des Norisrings und warte auf den Startschuss für meinen ersten Marathon. Nicht allein, sondern mit fast  2500 anderen Läuferinnen und Läufern, die am "2. universa Marathon" teilnehmen.  Es ist Sonntag, der 24. April 2005. Meine Musik habe ich noch nicht eingeschaltet, da ich noch nicht weiß, wie lange ich für diese verrückten 42,195 km letztendlich brauche. Ich versuche abzuschalten, konzentriere mich auf die Trommler, die auf der Steintribüne für Stimmung sorgen. Ich stehe im Mittelfeld, wo bereits alles überfüllt ist  und trotzdem drängeln sich immer mehr Läufer in die vorderen Reihen (sollen doch nächstes Mal früher kommen denke ich mir). Aber immer ruhig bleiben, ich brauche meine Kräfte noch. Meine Familie lässt sich meinen Lauf auch nicht entgehen, aber wo sind sie nur? Ich kann sie bei den Massen einfach nicht sehen, na egal. Immer wieder geht mir die Zeit von 5,30 Stunden durch den Kopf. In der Zeit, habe ich mir vorgenommen, will ich es schaffen, denn bis dahin ist der Zieleinlauf in „mein“ Clubstadion, allerdings wäre ich froh, wenn ich es in unter 5 Stunden schaffen würde. Als um halb zehn der Startschuss fällt, bleibe ich immer noch stehen. Das liegt nicht nur daran, dass ich einen Chip am Schuh trage, der die Zeit erst zu messen beginnt, sobald ich die Startlinie überquere. Was mir zunächst Ruhe gibt, ist schlicht der Umstand, dass ich mich im Läuferfeld bescheiden in der Mitte eingereiht habe. Und da geht es bekanntlich ruhiger zu und oft auch lustiger. Sport soll Spaß machen. Aber es wäre natürlich vermessen, zu behaupten, dass ich aus lauter Spaß an der Freud meinen ersten Marathon auf den Asphalt lege. Tatsache ist, dass ich Bammel habe, und das nicht erst seit der Nacht vor dem Wettkampf. Da hat mir allerdings die Musik geholfen, ganz speziell „Nothin´ to lose“ von Kiss. Denn ich habe nichts zu verlieren, ich kann nur gewinnen, egal in welcher Zeit ich diese Strecke bewältige. Aber eins weiß ich, ich komme durch. Der Pulk setzt sich langsam in Bewegung. Ca. drei Minuten nach den ersten Läufern überquere auch ich die Startlinie. Ein geiles Gefühl, die Zuschauer am Rand, die Stimmung und da ist auch meine Familie die mir zu jubeln und Fotos machen. Was um mich herum passiert, ist fast wie in Trance.  Jetzt habe ich erstmal alles hinter mir gelassen und laufe sehr langsam, denn die Läufer sind noch dicht gedrängt. Viele haben richtig Spaß dabei und machen Gaudi, möchte gern wissen, ob sie durchkommen.

Ich schalte jetzt erstmal meinen MP3 Player ein. 84 Songs meiner Lieblingsband Kiss, die mir Mut machen sollen, wenn ich doch irgendwann nicht mehr will, weil ich am Ende bin. Sollte aber nicht passieren, ich hab 8 Wochen gut trainiert. Die ersten 15 km gehen hinaus nach Langwasser-Süd, dort queren wir „Richtung Zollhaus“. Jetzt einige Kurven zum Frankencenter und über die Otto-Bärnreuther Strasse geht’s zur Münchner Strasse. Hinter der Einmündung verspüre ich bereits einen Druck in der Blase. Das muss einfach die Aufregung sein. Nach  1 km mache ich einen Schwenk zu den grünen Büschen des Duzendteichgeländes. Stark erleichtert schließe ich mich dem Pulk wieder an. Ein Blick auf meinen Pulsmesser zeigt mir, dass ich mit 151 Herzschlägen noch immer in einem guten Bereich liege. An der Kreuzung Bayernstrasse geht es nun zum Kolosseum vorbei und über die Grosse Strasse zurück zum Stadion. Mit meinen Lieben habe ich eine Zeit von  1 Stunde 45 Minuten für die ersten 15 Kilometern ausgemacht, denn dann liege ich gut in der Zeit für die restlichen 27 Kilometer. Ich fühle mich richtig gut als ich die ARENA sehe. Die ganzen Leute, die zur offiziellen Stadion Eröffnung gekommen sind machen mir Mut und feuern mich an. Der Lauf ist zu diesem Zeitpunkt noch ein wahrer Genuss und alles andere als anstrengend. Dann sind plötzlich alle Läufer vor mir verschwunden, vor mir sehe ich nur Besucher und hinter mir sind die restlichen Läufer in einem so großen Abstand hinterher, dass ich sie durch die Besucher nicht mehr sehen kann. Ja, da sehe ich meine Rettung, meine Frau, die Kinder und meine Schwester kommen mir entgegen. Warum nur, denke ich, muss doch sowieso weiter Laufen. Na ja egal, ich nehme mir vom Verpflegungsstand noch schnell eine Banane und was zum Trinken um ein wenig Zeit mit meiner Familie zu verbringen.

 

Na ja eigentlich bleibe ich stehen, um mich etwas zu erholen und etwas zu trinken. Ich gebe meiner Frau kurz noch einen Kuss. So viel Zeit muss sein. Jetzt kann es weiter gehen, an den Menschenmassen vorbei, unter der S-Bahn Haltestelle, durch dann kommen mir auch schon die ersten „Halbmarathonler“ entgegen. Die haben es geschafft, denke ich mir, aber einige der Leute sind ganz schön fertig. Es kommen Erinnerungen an meinen ersten Halbmarathon auf, da kann ich ihnen gut Nachfühlen. Gleichzeitig mache ich einigen Läufern durch Klatschen Mut und rufe ihnen zu. „Ihr habt es bald geschafft“. Nun muss ich mich wieder auf mich konzentrieren, bis zum Clubgelände an dem ich in die Regensburgerstrasse einbiege. Durch meine kurzen Zwischenstopp haben sind auch wieder viele Läufer zur mir aufgeschlossen oder mich überholt. Egal, denke ich und habe nur die 5,30 Stunden im Kopf. Nach der Zeit werden ja bekanntlich die Stadiontore geschlossen. Durch heftige Sambatrommel werde ich aus meinen Ängsten, dies nicht zu erreichen gerissen. An der Einmündung in den Ostring sind sehr viele Menschen und besagte Sambatrommler, die uns in einer solchen Lautstärke anfeuern, dass ich meine Musik nicht mehr höre. Die Stimmung ist so fantastisch, dass es mir fast die Tränen vor lauter Glück kommen. Ich passiere die Stelle wie in Trance und bin total ergriffen. Als ich den Ostring so entlang laufe und mich dabei noch recht gut fühle, betrachte ich die andere Straßenseite auf der eine Blechlawine rollt, denn die haben ja eine komplette Straßenseite für uns gesperrt, denke ich so, die werden uns für  „Verrückt“ halten und verfluchen. Vielleicht finde ich in dieser Blechlawine ja Daddy und Evelyn, die auch zum Station kommen wollten, aber noch nicht da waren, als ich vorbei lief. So, bis hierhin war mir die Strecke ja entgegen gekommen, aber als ich die Ostendstrasse überquere und den Berg hinunter laufe, durchwandert mich ein Gedanke des Grauens: Der lange Anstieg hinauf bis zur Sulzbacher Strasse. Fast 700 Meter sind es und das nach 20 km und niemand da, der mich anfeuert. „Scheiße“, denk ich mir, aber da musst du durch. Es ist wahnsinnig anstrengend, dabei werde ich immer langsamer und mein Rücken fängt an zu schmerzen, doch an der Kreuzung Sulzbacher Strasse, die wir Stadtauswärts laufen müssen, kommt genau zur richtigen Zeit mein absolutes Lieblingslied „Let me go Rock ´n Roll“  und es läuft mir dabei eiskalt den Rücken runter. Dabei schließe ich ab und zu die Augen und laufe dabei wie in Überschwang, nehme von den Zuschauern an der Strecke nur selten etwas wahr, aber dieses Lied macht mir richtig Beine und meine Rückenschmerzen, an die denke ich auch nicht mehr. Dabei geht es auch ein bisschen Bergab und ich sehe ein Schild auf dem "21 km" steht. Die Halbmarathonzeit beträgt 2:01:58. Langsam merke ich, dass ich bei meinem Debüt, die 4 Stunden Schallmauer auf jeden Fall nicht knacken werde, aber das war ja eigentlich nie mein Ziel. Dabei frage ich mich aber gleichzeitig: Bin ich jetzt denn schon sehr weit gekommen oder habe ich noch sehr viel vor mir? Ich komme schließlich zu der Erkenntnis, dass ich noch ein enormes Stück vor mir habe, Gott sei Dank, aber ich fühle mich wieder richtig gut.

Nun geht es zum Thumenberger Weg und dann hinab in die Pegnitzauen und wieder hinauf nach Mögeldorf, wo ich mich bereits nach der nächsten Verpflegungsstation sehne. An der Verpflegungsstation trennt sich der Weg der „Halbmaratonis“ und der „Marathonis“. Bei der folgenden Verpflegungsstelle komme ich schneller zu meinem Wasser, zusätzlich gibt es wieder Bananen und ich verschlinge sie gierig wie ein Affe. Für uns „Marathonis“  geht es nun hinunter zum Wörtersee und Richtung Innenstadt. Der Wöhrder See liegt nun hinter mir und weiter geht’s an der Wörterwiese entlang zum CineChitta, von dort hinauf an der Stadtmauer entlang zur Lorenzer Strasse.  Bis hier hin war mir der Weg ja klar, allerdings ist in der Streckenbeschreibung das alles etwas verworren dargestellt worden. Vorbei an den nun wieder zahlreichen Zuschauern, die mich wieder richtig vorantreiben. „Lauf nicht auf Zeit, sondern als Finisher“, hab ich mir immer vorgenommen und mir selber mit auf den  Weg gegeben, als ich immer wieder anfing, mir meine Zielzeit und meinen Kilometerschnitt  nach wissenschaftlichen Formeln auszurechnen, sofern das möglich wahr. Die Puste müsste reichen, denke ich noch bei Klometer 28, wo es auf den Weißen Turm zugeht, aber Gott gebe, dass meine Muskeln durchhalten.  Ich trabe wie im Training. Gleichmäßiger Laufrhythmus möglichst immer unterhalb der Belastungsgrenze, trotzdem merke ich bereits heftigst meine Beine. Entlang der Breite Gasse mache ich beim Laufen einige Lockerungs – Übungen.

 

Jetzt kommen bei mir die Erinnerungen hoch an meinen letzten Stadtlauf, da war an eben dieser Stelle, als ich die ersten Krämpfe bekam, weil meine Schuhe mir das Blut abschnürten, jedoch hatte ich damals nur noch 1 km zu laufen und der war die Hölle. Heute habe ich andere Schuhe und bin ja schon knapp 30 km gelaufen ohne Probleme an den Füßen, ich glaube dennoch nicht daran, dass dies so bleibt. So langsam habe ich die Stecke nicht mehr im Kopf oder ist dieser einfach nur leer, egal, wohin muss ich denn noch alles laufen? Richtung Hauptbahnhof genau die Richtung, die ich mir vorgestellt habe, jedoch geht es nicht nur vorbei an den winkenden und „Bravo rufenden Zuschauern an der Stecke sondern, auch am Hauptbahnhof. Just in diesem Augenblick durchstreift mich ein Gedanke, die wollen uns doch nicht nach 31 km zum Rathenau Platz hinauf jagen. Doch genau das trifft ein. So langsam merke ich aber Schmerzen aufkommen und was soll ich sagen, es sind nicht die Füße und es sind auch nicht meine Beine oder Knie mit denen ich während meiner Vorbereitungsphase immer wieder Probleme hatte, nein, meine linke Leiste macht sich unangenehm bemerkbar und natürlich genau jetzt wo es diesen Berg hinauf geht. Ein Gedanke durchkreuzt mich, bitte nicht jetzt schon, dabei werde ich immer langsamer und mache mir selbst Mut „Los, lauf, du schaffst den Berg“ aber die Schmerzen werden immer stärker und mein Pulsschlag geht auf über 170 Schläge pro Minute. Doch der Berg bezwingt mich nicht jedoch habe ich all meine Kraft zusammen nehmen müssen, um diesen verfluchten Berg zu bezwingen. Zum Laufer Schlagturm geht es zum Glück leicht bergab, dennoch muss ich eine und zwar erste Gehpause einlegen. Gerade in diesem Augenblick höre zum ersten mal seit langem wieder bewusst meine Musik, genau das ist es, was ich nun brauche.

Die „Bravorufe“ von Bürgersteigen und Balkonen nehme ich nur unscheinbar wahr, irgendwie ist alles verschwommen und ehe ich mich versehe, bin ich bis zum Laufer Schlagturm gegangen. Jedoch ist es sehr schwer wieder in Tritt zu kommen. 10 km habe ich noch vor mir, um meinem großen Ziel näher zu kommen (einen Marathon zu Ende zu laufen), also Zähne zusammen beißen und weiter. Erst jetzt kommt mir der Gedanke, dass ich mich hinter dem km 30 bewege und ich mich in absolutes Neuland hinein bewege. Noch nie bin ich so weit gelaufen. Ich merke, dass hinter der Schallmauer von 30 km alles seine eigenen Gesetze hat und so manches anders ist. Wir laufen nun durch den ehemaligen Kramer Klett Park hinunter zum Prinzregentenufer Meine Zwischenzeiten werden nun langsamer. Lief ich vorher den Kilometer meist um die 5:45, brauche ich nun an die 6:15 Minuten und spüre nun doch erstmals so was wie eine gewisse Erschöpfung neben den Schmerzen natürlich. Wenn ich mir aber so manchen anderen angucke bin ich froh, dass es mir noch so gut geht. Man sieht nun ein "kleines sterben" am Seitenstreifen der Straße. Es liegen einige Läufer und Läuferinnen mit Krämpfen herum oder sie stützen sich verkrampft an einem Baum. Mein Weg führt mich nun entlang des Wöhrder Sees aber ich schaffe maximal noch 2 km am Stück dann brauche ich wieder eine Gehpause. Nur nicht stehen bleiben oder hinsetzen, sage ich mir immer wieder aber mein „Innerer Schweinhund“ hat eigentlich die besseren Argumente, „Für wenn mache ich das und was bringt es mir“?  Da erinnere ich mich auch noch ein eines meiner Lieblingsstücke von Kiss „Nothin´ to lose“. Es stimmt ich habe nichts zu verlieren und jeder wird sagen „34 km, die schafft nicht jeder“. Nur ich werde es mir nie verzeihen so nahe am Ziel zu sein und doch gescheitert zu sein. Da fällt mir der Spruch ein „Kurz vorm Scheißhaus ind Hosen gschissn“, wie man so schon sagt. Und so kämpfe ich mich immer weiter und sehne mich nach jeder Verpflegungsstelle, um wieder eine Gehpause einlegen zu können. Ich habe mir in Gedanken meine Trainingsrunde von 10 km zu Grunde gelegt und rechne mir nun ständig aus, wo ich mich denn eigentlich in meiner Trainingsrunde befinde und dann ist es auch gar nicht mehr so weit. Allerdings gibt es hier unten am Wöhrder See keine Zuschauer, die uns Befall klatschen oder anfeuern, sondern nur die Sonntagsausflügler, die uns teilweise wie ein paar Verrückte belächeln. Aber sind wir das nicht auch? Natürlich gibt es auch diejenigen, die das bewundern eine solche Strecke zu laufen. So mache ich immer wieder kleinere und größere Gehpausen, bis ich es endlich geschafft habe und in Mögeldorf angekommen bin. Endlich wieder unter Menschen zu sein, die mir Mut machen. Es geht jetzt entlang der Ostendstrasse bis zum Business Tower.
Ab dem 38 km empfangen uns riesige Schilder, dass wir es nun bald hinter uns haben und wir die größten sind. Und so werden mich die Massen ins Ziel hineintragen.

 

Immer wieder brandet jetzt Jubel auf und gibt einen Kick, den ich auch an der Pulsuhr ablesen kann. Klatschen, Anfeuerungsrufe, Platzkonzerte geben einen neuen Schub. Noch 3 km, in meiner Trainingsrunde wäre ich jetzt bei der Esso Tankstelle in der Münchner Strasse, eigentlich ein Katzensprung bis ins Ziel denke ich, aber nicht heute, nach den voran gegangenen 38 km. Immer wieder überhole ich trotz meiner Pausen Läufer, denen es noch schlechter geht wie mir, aber auch ich meinerseits werde von Läufern überholt. War ich doch zu schnell gelaufen oder war zu schlecht Vorbereitet? Nun gehe ich auf die Kreuzung Regensburger Strasse zu, wo ich trotz meiner Musik wieder die Sambatrommler höre und die Zuschauer spornen mich wieder an weiter zu laufen, dann nehme ich nochmals all eine Reserven zusammen und beginne wieder zu laufen. Na ja, bis zum Obi bin ich gekommen, dass waren gerade mal 500 bis 600 Meter, dann verlassen mich meine Kräfte erneut und gehe die letzten Meter bis zur Einmündung zum Stadion. Ich passiere nun das 41 km Schild, es geht Bergab zur S-Bahn Haltestelle und die Menschenmassen werden immer mehr und auch der Jubel wird immer lauter und so laufe ich wieder, als hätte es keine 41 km vorher gegeben. Nur noch wenige Meter. Es geht nur noch entlang der Parkplätze des Stadionbades bis zum „Marathontor dem Eingang ins Clubstadion, mein Stadion, in dem ich schon viele Siege gefeiert habe, aber auch viele Niederlagen hab hinnehmen müssen. Doch heute, das wird mein größter Sieg werden. Doch was ist nun los? Ich muss am „Marathontor“ vorbei laufen, die Ordner weisen mir den Weg, eine kleine Schleife, um diese 42195 m zusammen zu bekommen. Die 200 Meter machen mir nichts mehr aus, denn so wie ich mich im Moment fühle, könnte ich noch mal Laufen. So, ich habe es geschafft, ich laufe durch das Marathontor. Ich passiere die Stelle wie in einem Traumzustand und bin so ergriffen, dass es mir eiskalt den Rücken hinunterläuft und mir vor lauter Glück die Tränen kommen. Ich bin in mein Stadion eingelaufen als „Sieger“. Es ist ein so geiles Gefühl, dass sich mit Worten nicht beschreiben lässt. Nun kann ich mich in Ruhe umschauen und genieße es, die letzte Runde zu laufen. In der letzten Kurve, die auf das Ziel zu geht entdecke ich meine Familie, meine Frau, die Kinder, Mama, Daddy und Evelyn, meine Schwester und Minnie, die mich begeisternd empfangen und mir zujubeln. Sie haben an mich geglaubt. Dann reise ich die Arme hoch: „Ich hab´s geschafft“ rufe ich ihnen zu und wieder kommen mir die Tränen vor lauter Glück und Erschöpfung, aber noch muss ich 100 Meter laufen und die laufe ich ganz locker, denn von Schmerzen ist nichts mehr zu spüren. Das Ziel erreiche ich dann endlich und ich bin überglücklich. Ich kann es noch gar nicht fassen, ich habe es wirklich geschafft.

Ich bin jetzt ein

Marathon Man